Am Sonntag, den 4. März fand in Zug die ordentliche Generalversammlung statt.
Das Ansgar-Werk Schweiz war Gast in der Gut Hirt-Pfarrei, wo am Vormittag ein Gottesdienst mit Pfr. Urs Steiner, P. Philip Geister SJ, Regens Göran Degen und Pfr. Felix Büchi gefeiert wurde.
P. Geister hielt die Predigt, in der er auch auf die Situation der katholischen Kirche in Schweden und “seine“ Hochschule, das Newmaninstitut in Uppsala einging.
Am Nachmittag wurden die folgenden statuarischen Geschäfte behandelt:
– Genehmigung des Protokolls der Generalversammlung vom 7. März 2010 in Luzern.
– Entgegennahme der Berichte des Präsidenten und des Koordinators für die Jahre 2010 und 2011.
– Genehmigung der Rechnungen und der Revisorenberichte der Jahre 2010 und 2011.
– Bestätigung des bisherigen Vorstandes. Niklaus Baumann tritt als Präsident, nicht aber als Vorstandsmitglied zurück. Pfr. Felix Büchi übernimmt für 2 Jahre das Präsidium und Marcus Hüttner amtet als Vizepräsident.
– Kenntnisnahme von den zur Zeit laufenden 3 Projekten.
In Finnland Erarbeitung eines diözesanen Mitgliederverzeichnisses und Einrichtung eines Gottesdienstraumes in Vaasa.
In Norwegen Einrichtung einer Schulkapelle St. Sunniva im neuen kath. Gymnasium in Bergen.
In Schweden weitere Unterstützung des Projektes Schaffung von Wallfahrtsstrukturen und Praktikantenstellen (Sibylle Hardegger beim Newmaninstitut).
Im Anschluss an den geschäftlichen Teil referierte P. Philip Geister SJ, Rektor des Newmaninstitutes zu Thema “Katholische Theologie studieren in Schweden?“. Er stellte das Newmaninstitut in Uppsala vor, eine katholische Hochschule für Philosophie, Theologie und Kultur und gab die Gründe an, weshalb sich in Schweden nicht nur Priesteramtskandidaten sondern Studierende anderer Fakultäten und von Mitgliedern der lutherischen Kirche sich mit katholischer Theologie auseinandersetzen. Ein Studium der Theologie wendet sich an die säkularisierte Gesellschaft und will sie in ein Gespräch über die wichtigen und schweren Fragen verwickeln.
Das Studium am Newmaninstitut ist kein Nischenstudium. Stattdessen ist das säkularisierte aber für religiöse Fragestellungen durchaus offene Schweden ein natürlicher Platz für theologische Reflexion. Eine gewisse Gefährdung ist das mangelnde Selbstvertrauen der katholischen Kirche, die sich immer noch zu sehr als Einwandererkirche betrachtet und zu wenig als eine weltweite Organisation, die einen unbeschreiblich grossen Schatz an Erfahrung, Weisheit und spirituellem Kapital besitzt.
Das Newmaninstitut versucht, die Aufgabe der Kirche, den Glauben zum Wohl der Menschen zu verkünden, zu vollziehen. Es ist aber auch ein wichtiger Beitrag zur demokratischen Kultur Skandinaviens, die dabei ist, die Wurzeln zu verlieren, aus denen sie lebt.
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